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Matcha-Chai-Latte und Wiener Melange

14. April - 0:00 - 26. April - 0:00
Kostenlos

Matcha-Chai-Latte und Wiener Melange – eine Ausstellung in der B-gallery in Tokio.

2 Chome-31-6 Nishiikebukuro, Toshima City, Tokyo 171-0021, Japan

14.04.2026- 25.04.2026

Ich freue mich sehr, gemeinsam mit einer Gruppe erlesener Künstler*innen in Tokio auszustellen.

Diese Ausstellung beginnt nicht mit einem Ort, sondern mit einer Geste:

dem Mischen. Matcha, Chai, Milch, Kaffee – Zutaten mit je eigener

Geschichte, eigenem Rhythmus, eigener Temperatur. Erst im Zusammenkommen

entfalten sie einen Geschmack, der sich nicht mehr eindeutig zuordnen

lässt. So versteht sich auch diese Gemeinschaftsausstellung von fünf

Kunstschaffenden aus Japan und fünf aus Wien: als ein offener Prozess

des Vermengens, Übersetzens und gemeinsamen Atmens.

  Die teilnehmenden Kunstschaffenden bewegen sich zwischen Kulturen,

Sprachen und Biografien. Mit Prof. Michael Schneider (Tokio), Prof.

Tonia Kos, Sawatou Mouratidou, Silvia Guenova und Prof. Dr. Rolf Laven

(Wien) sind arrivierte Positionen vertreten, deren

Migrationshintergründe nicht als Randnotiz, sondern als produktive

Grundlage wirken . Migration erscheint

hier nicht als Verlust, sondern als Erweiterung des Blicks – als

Fähigkeit, mehrere Heimaten gleichzeitig zu denken und künstlerisch

fruchtbar zu machen.

  „Matcha-Chai-Latte und Wiener Melange“ fragt nach Gemeinsamkeiten,

ohne Unterschiede einzuebnen. Welche Formen von Freundschaft entstehen

über Kontinente hinweg? Welche ästhetischen Haltungen entwickeln sich

aus geteilten Erfahrungen von Fremdsein, Ankommen und Weitergehen? Die

Werke treten in einen Dialog, der weniger auf Vergleich als auf Resonanz

setzt: Materialien reagieren aufeinander, Bildsprachen überlagern sich,

Leerstellen werden zu Treffpunkten.

  Dass die Ausstellung sowohl in Japan als auch in Wien gezeigt wird

(April bis Mai 2026), ist mehr als eine logistische Entscheidung. Es ist

eine bewusste Verschiebung des Blickwinkels: Was in Tokio gelesen wird,

klingt in Wien anders – und umgekehrt. Wie ein Getränk, das je nach

Ort, Wasser und Handgriff einen neuen Akzent erhält, verändert sich

auch die Wahrnehmung der Arbeiten.

  Am Ende bleibt kein fertiges Rezept, sondern ein gemeinsamer Geschmack:

warm, komplex, manchmal bitter, manchmal sanft. Eine Einladung, sich

Zeit zu nehmen, zu verweilen und zu entdecken, dass Kunst dort besonders

lebendig wird, wo unterschiedliche Wege sich für einen Moment (oder

langfristig) kreuzen.

Infos zu der Ausstellung in Wien folgen noch.

Vielleicht ist der eine oder andere von euch zu der Zeit in Tokio, ich würde mich freuen euch dort zu sehen!!

Sawatou

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